Rentenreform: Bindungsinstrument und Vertriebspotenzial für Banken

VonJens Keller,Philipp Misura
Lesedauer: 1 MinuteBanken, Artikel

Mit Frühstartrente und Altersvorsorgedepot steht der größte Umbruch der privaten Altersvorsorge seit Riester bevor. Erstmals startet kapitalgedeckte Vorsorge staatlich gefördert bereits im Kindesalter: 10 Euro monatlich vom Staat, investiert in ein individuelles, kapitalmarktbasiertes Depot. Steuerfreie Wertentwicklung bis zum Renteneintritt, flexible private Anschlussbesparung ab Volljährigkeit, keine starren Mindestbeiträge, keine klassische Garantiepflicht. Das Signal ist klar: Deutschland wird Aktionärsland.

Für den Markt bedeutet das einen strukturellen Wachstumsschub – einen Milliardenmarkt mit politischem Rückenwind. Und dieser Markt beginnt nicht auf der grünen Wiese: 15 Millionen Riester-Verträge liefern sofort Volumen und Vertriebsanlässe. Bis zu 25 Prozent ruhen – ein schneller Reaktivierungshebel. Rund ein Fünftel der Kunden gilt als fondsaffin und ist prädestiniert für ein AV-Depot mit höherer Flexibilität und attraktiver Kostenstruktur. Gleichzeitig verlieren klassische Garantien in einem veränderten Zins- und Kapitalmarktumfeld weiter an Strahlkraft.

Jetzt entscheidet sich, wer das Spielfeld besetzt. Durchgängige, mitwachsende Depotlösungen vom ersten staatlichen Zuschuss bis zur Auszahlphase im Alter dienen als Ankerprodukt für eine nachhaltige Kundenbeziehung – integriert in bestehende Ökosysteme, mit Best-in-Class-User-Experience, klarem Pricing und datenbasierter, zielgruppenspezifischer Ansprache.

Wer den Übergang aktiv gestaltet, gewinnt mehr als Neugeschäft: Er sichert sich langfristige Kundenbindung über Generationen hinweg. Jetzt lesen, wie Banken die Rentenreform für sich nutzen können:

//Über die Autor:Innen

//Das könnte Sie auch interessieren

25. Februar 2026
Zielgerichteter Umgang mit IKT-Risiken mittels DORA – Impulse für Banken und Sparkassen
IKT-Risiken und DORA rücken in den Fokus von EZB und BaFin. Erfahren Sie, wie Banken operative Resilienz stärken und sich prüfungssicher auf §44-Prüfungen vorbereiten.
Lesen
20. Februar 2026
Vom Sparprogramm zur Steuerungslogik: Ganzheitliches Kostenmanagement in Banken
Inflation, Regulierung und Investitionen erhöhen den Druck auf die Aufwandseite. Erfolgreiche Institute verändern daher nicht nur ihre Kostenbasis – sondern ihre Steuerungsmechanik.
Lesen
28. Januar 2026
Prozessmanagement als Transformations-Stellhebel in Sparkassen
Sparkassen stehen unter Transformationsdruck. Ein integriertes End-to-End-Prozessmanagement schafft Verbesserungen in Qualität, Kundenzentrierung und Effizienz.
Lesen