
Ein Interims-CFO ist immer dann wirksam, wenn...

Anlässe für den Einsatz eines Interims-CFOs
Ein Interims-CFO ist eine temporäre Finanzführungskraft, die Unternehmen in Übergangs-, Krisen- oder Transformationssituationen unterstützt. Ziel ist es, kurzfristig Führungsstärke, finanzielle Stabilität und klare Entscheidungsgrundlagen sicherzustellen.
Unsere Projekterfahrungen zeigen: Unternehmen greifen insbesondere dann auf Interims-CFOs zurück, wenn Zeitdruck, Unsicherheit oder strategische Veränderungen eine sofort handlungsfähige Finanzführung erfordern:
- Übergang zwischen zwei CFOs: Der häufigste Fall; Bisheriger CFO verlässt das Unternehmen plötzlich oder unerwartet
- Wachstum oder Transformation: Starke Veränderungen des Unternehmens
- M&A-Transaktionen: Bei Unternehmenskäufen oder -verkäufen (v.a. in Private-Equity-Portfoliounternehmen)
- Restrukturierung: Kapazitätsengpässe bestehen und Spezialwissen wird benötigt
- Vorbereitung einer Finanzierung
Die typische Einsatzdauer von Interims-CFOs beträgt 6-12 Monate.
Ein Interims-CFO sieht sich einer Vielzahl an Herausforderungen gegenüber
Interims-CFOs arbeiten meist in Situationen mit hoher Dynamik, begrenzter Zeit und großer Ergebnisverantwortung:
- (Sehr) kurze Einarbeitungszeit: Sehr schnelle Assessments und Ergebnisse erforderlich
- Hoher Erwartungsdruck: Einsatz zumeist in zeitkritischen Sondersituationen
- Keine organisatorische Verankerung: Externe Sonderstellung erfordert schnelle Vertrauensbildung, zumeist ohne politische Rückendeckung. Häufig bestehen im Unternehmen Widerstände gegen den Einsatz und die Anforderungen des Interims-CFOs
- Change-Management: Interims-CFOs arbeiten i.d.R. in einem sich stark ändernden Umfeld, mit dem sich ändernde Prozesse einhergehen
- Stakeholder-Management: Ein Interims-CFO hat viele unbekannte externe und interne Ansprechpartner
- Unklare Ausgangssituation: Gerade bei Krisenmandaten ist die Transparenz über die Ist-Situation meist eingeschränkt
- Balance zwischen kurzfristigen und langfristigen Entscheidungen: Die Rolle ist temporär, aber Entscheidungen wirken langfristig
Unsere Projekterfahrungen zeigen: Erfolgreiche Interims-CFOs kombinieren analytische Geschwindigkeit mit klarer Führungsstärke und hoher Umsetzungsorientierung.
Aufgabenprogramm eines Interims-CFOs in den ersten drei Monaten:
0–30 Tage
Analyse und Stabilisierung der aktuellen finanzwirtschaftlichen und Liquiditätslage (→ Vollständiges Verständnis der Finanzlage)
31–60 Tage
Maßnahmen & Strukturaufbau (→ Umsetzung konkreter Verbesserungen)
61–90 Tage
Umsetzung der Finanzstrategie (→ Strategische Finanzthemen)
Unsere Projekterfahrungen zeigen: Ein strukturierter 90-Tage-Ansatz bewährt sich eindeutig in Interims-Mandaten.
Anforderungen an Interims-CFOs:
Fachliche Anforderungen - Hard Skills
- Breite Finance-Expertise: Ein Interims-CFO muss die gesamte Finanzfunktion (Planung, Reporting, Liquiditätssteuerung, etc.) beherrschen
- Erfahrung auf CFO- oder Finanzleitungsniveau
- Erfahrung mit Sonderprojekten, z.B. Refinanzierungen oder M&A-Transaktionen
- Strategisches Verständnis, u.a. bzgl. Geschäftsmodellen, Investitionsentscheidungen, strategischen Risiken
Persönliche Anforderungen - Soft Skills
- Schnelle Auffassungsgabe: Zumeist nur wenige Tage Onboarding und sofortige Übernahme von Verantwortung
- Umsetzungsstärke: Ein Interims-CFO wird insbesondere für die Umsetzung mandatiert
- Führungs- und Kommunikationsfähigkeit: Für ein erfolgreiches Stakeholder-Management sind klare Kommunikation, Überzeugungskraft und Konfliktfähigkeit entscheidend
- Unabhängigkeit und Objektivität: Infolge seiner externen Stellung können Interims-CFOs einfacher schwierige Entscheidungen treffen, Veränderungen umsetzen und politisch sensiblere Themen adressieren
Unsere Projekterfahrungen zeigen: Der Erfolg eines Interims-CFO hängt stärker von Führungs- und Umsetzungskompetenz ab als von reinem Fachwissen.
Häufige Fehler bei der Auswahl und Mandatierung eines Interims-CFO
- Zu starker Fokus auf Fachwissen: Entscheidend für den Erfolg des Interims-CFOs ist jedoch Führungskompetenz, Veränderungsfähigkeit und Krisenerfahrung.
- Falsches Skill-Set up für die Situation: Die Erfahrungen eines CFOs und die Anforderungen der Aufgabe müssen übereinstimmen. So benötigt man z.B. in der Krise einen Interims-CFO mit Restrukturierungs- und Liquiditätsmanagement-Erfahrung oder für Mandate mit M&A-Bezug einen Interims CFO mit Transaktionserfahrung.
- Unklare Rolle im Unternehmen: Oft ist nicht klar umrissen, welche Entscheidungsbefugnisse der Interims-CFO hat und welche Ergebnisse erwartet werden.
- Zu spätes Engagement: Ein frühzeitiger Einsatz sichert Freiheitsgrade für das Unternehmen. Der Einsatz von Interims-CFOs ist insb. zumeist verspätet bei (i) Ergebnis- / Liquiditätskrisen, (ii) Risiken unter bestehenden Finanzierungsverträgen (z.B. Covenant-Brüchen, Fälligkeiten) oder (iii) intransparenten finanziellen Verhältnissen.
Fazit
Ein Interims-CFO schafft in kritischen Situationen schnell finanzielle Transparenz, Stabilität und Entscheidungsfähigkeit – vorausgesetzt, Mandat, Kompetenzen und Erwartungen sind klar definiert.
Bereit für den nächsten Schritt und einen ersten Austausch mit uns?
Ob erste Gedanken oder konkrete Pläne – wir hören zu, fragen nach und entwickeln gemeinsam weiter. In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir, wo Sie stehen und wie wir Sie unterstützen können.


