Nach der S/4HANA-Transformation: Versprochene Effizienzpotenziale realisieren

Warum bleiben die erwarteten Einsparungen mit dem Go-live aus?
Die ERP-Transformation ist abgeschlossen und das neue System läuft stabil. Einige Monate später folgt häufig eine erste Bestandsaufnahme. Das Management vergleicht die tatsächlichen Ergebnisse mit den Annahmen des ursprünglichen Business Cases. Dabei zeigt sich nicht selten eine deutliche Realisierungslücke. Die erwarteten Effizienzsteigerungen bleiben aus, die Prozesskosten sinken nicht, der Personalaufwand entwickelt sich nicht wie erwartet und auch beim Working Capital werden die kalkulierten Verbesserungen nicht erreicht.
Unsere Projekterfahrung zeigt, dass dies kein Einzelfall ist. Die Ursache liegt meist nicht im ERP-System, sondern in der Schwerpunktsetzung der Transformation. Im Mittelpunkt stand die technische Einführung des neuen Systems. Die wirtschaftlichen Potenziale aus optimierten Prozessen, klaren Verantwortlichkeiten und einer konsequenten Steuerung werden häufig im Rahmen der Transformation nicht berücksichtigt. So entsteht eine Lücke zwischen dem geplanten Business Case und dem tatsächlich realisierten Ergebnis.
Warum ist diese Realisierungslücke kein Scheitern der Transformation?
ERP-Transformationen sind komplexe Projekte mit eigenen Herausforderungen. Im Zuge der Transformation werden Prozesse gemäß der ERP-Logik standardisiert, Daten migriert und technische Funktionen in das neue System überführt. Im Mittelpunkt stehen ein stabiler Betrieb und die durchgängige Handlungsfähigkeit der Organisation.
Die vollständige Identifikation und Umsetzung wirtschaftlicher Optimierungspotenziale rücken dabei häufig in den Hintergrund. Nach dem erfolgreichen Abschluss der ERP-Transformation beginnt deshalb die eigentliche Performance-Transformation. Nun gilt es, die neuen Prozesse mithilfe der Systemdaten zu analysieren und konsequent auf Effizienz auszurichten.
Doch wie können die verbliebenen Potenziale identifiziert werden?
Mithilfe von Process Analytics kombinieren wir Prozess-, Finanz- und Bestandsdaten und schaffen Transparenz über die gesamte End-to-End-Wertschöpfungskette im neuen S/4HANA-System. Auffälligkeiten lassen sich bis auf einzelne Materialien, Belegpositionen, Organisationseinheiten und Prozessschritte zurückverfolgen. Process Analytics fungiert damit als Röntgengerät der operativen Wertschöpfung.
Die Analyse legt unnötige manuelle Tätigkeiten, vermeidbare Prozessschleifen, ungeeignete Dispositionsparameter, überhöhte Bestände, ungünstige Zahlungsbedingungen, Stammdaten in unzureichender Qualität und Medienbrüche offen. Die Daten zeigen die tatsächlichen Ursachen der Ineffizienzen und bilden die Grundlage für konkrete implementierungsfähige Verbesserungsvorschläge. Daraus entsteht ein priorisiertes Maßnahmenprogramm mit klar quantifizierten wirtschaftlichen Effekten.
Warum reicht ein neues ERP-System allein nicht aus?
Die Realisierung der identifizierten Potenziale ist keine reine Technologieaufgabe. Nachhaltige Effizienz entsteht durch das Zusammenspiel von Technologie, Prozessen, Organisation und Steuerung.
Dafür braucht es klar definierte End-to-End-Prozesse sowie eindeutige Rollen und Verantwortlichkeiten. Business und IT benötigen ein gemeinsames Verständnis davon, wie die Wertschöpfung künftig gesteuert werden soll. Gleichzeitig müssen Prozesskennzahlen kontinuierlich gemessen und über moderne Dashboards transparent gemacht werden. So lassen sich Verbesserungen dauerhaft im operativen Alltag verankern.
Wie lässt sich der Business Case nach der ERP-Transformation realisieren?
Die Identifikation der Potenziale bildet den Ausgangspunkt. Der wirtschaftliche Mehrwert wird durch ihre konsequente Umsetzung realisiert. Jede Maßnahme benötigt eine klare Verantwortung, einen verbindlichen Umsetzungsplan und ein datenbasiertes Erfolgsmonitoring. Fortschritte müssen kontinuierlich gemessen und Abweichungen frühzeitig erkannt werden. Nur so lassen sich die geplanten Potenziale tatsächlich realisieren.
Horn & Company begleitet diesen Weg von der ersten Analyse bis zum nachweisbaren Ergebnis in GuV und Bilanz. Unser Ziel ist es, die Lücke zwischen dem geplanten Business Case und dem tatsächlich erreichten Ergebnis dauerhaft zu schließen.
Praxisbeispiel: Wie sieht ein erfolgreiches Effizienzprogramm nach der S/4HANA-Transformation aus?
Das folgende Praxisbeispiel zeigt, wie sich der Business Case nach einer erfolgreichen ERP-Transformation durch datengetriebene Prozessoptimierung realisieren lässt.

Effizienzsteigerung

Working-Capital-Reduktion
Was bedeutet das für Unternehmen?
Ein erfolgreicher Go-live ist ein wichtiger (technologischer) Meilenstein und markiert den Beginn der nächsten Entwicklungsphase, die einen stärkeren organisatorischen und GuV-Fokus hat. Die technische Einführung des ERP-Systems schafft die Grundlage für effizientere Prozesse. Ob sich der ursprünglich geplante Business Case realisiert, entscheidet sich in dieser Zeit nach der Transformation.
Unternehmen sollten die Phase nach dem Go-live deshalb als Beginn eines Effizienzprogramms verstehen. Horn & Company identifiziert mittels Process Analytics die nach der S/4HANA-Transformation verbleibenden Potenziale und begleitet deren Umsetzung, bis die erwarteten Effekte in GuV und Bilanz realisiert sind.
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