Optimierung des indirekten Einkaufs in Handelsunternehmen

VonDr. Kai-Michael Schaper
Lesedauer: 1 MinuteRetail & Consumer Goods, Whitepaper

EINKAUFSOPTIMIERUNG DURCH EINKAUFSMANAGEMENT

In der aktuellen Wirtschaftslage, geprägt von globalen Herausforderungen wie Inflation und Lieferkettenproblemen, rückt die Effizienzsteigerung in Handelsunternehmen zunehmend in den Fokus. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Einkauf von Nicht-Handelsware (NHW), der oftmals unterschätzt wird. NHW umfasst alle Güter und Dienstleistungen, die nicht zum Weiterverkauf bestimmt sind, wie Büromaterial, IT-Ausstattung und Marketing-Dienstleistungen.

Die Optimierung des NHW-Einkaufs bietet signifikante Einsparpotenziale. Traditionell liegt der Fokus auf dem Einkauf von Handelsware, während der Einkauf von NHW weniger Beachtung findet. Dies führt oft zu ineffizienten Prozessen und unnötigen Ausgaben. Durch den strategischen Einkauf im NHW-Einkauf können Unternehmen ihre Kostenbasis erheblich reduzieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Effektive Strategien und standardisierte Prozesse

Eine effektive Einkaufsstrategie für NHW beinhaltet die zentrale Steuerung der Einkaufsaktivitäten, die Optimierung von Lieferantenbeziehungen und die Nutzung von Skaleneffekten. Dies erfordert eine genaue Analyse der aktuellen Einkaufspraktiken, um Bereiche mit Verbesserungspotenzial zu identifizieren. Die Implementierung von Best-Practice-Ansätzen, wie die Bündelung von Einkäufen und die Nutzung von Rahmenverträgen, kann zu erheblichen Kosteneinsparungen führen.

Darüber hinaus ist es entscheidend, interne Prozesse zu standardisieren und zu digitalisieren. Dies erhöht die Transparenz und Effizienz im Einkaufsprozess. Die Einbindung von Technologie trägt ebenfalls zur Kostenreduktion bei, indem sie manuelle Prozesse automatisiert und Fehlerquellen reduziert.

Die Rolle des Einkaufs, gezielte Optimierung und Engagement 

Die Rolle des Einkaufs wandelt sich dabei von einer rein operativen zu einer strategischen Funktion, die aktiv zur Wertschöpfung des Unternehmens beiträgt. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Einkaufs- und Fachabteilungen ist hierfür essenziell, um eine Ausrichtung der Einkaufsstrategie auf die Unternehmensziele zu gewährleisten.

Insgesamt verdeutlicht die Betrachtung des NHW-Einkaufs, dass Handelsunternehmen durch gezielte Optimierungen in diesem Bereich nicht nur ihre Kostenstruktur verbessern, sondern auch ihre Marktposition stärken können. Dies erfordert jedoch eine ganzheitliche Betrachtung und das Engagement auf allen Ebenen des Unternehmens.

Wie Sie Ihren indirekten Einkauf auf ein neues Level heben, erfahren Sie in diesem Paper.

//Über die Autor:Innen

//Das könnte Sie auch interessieren

02. Oktober 2026
Vom Preisfolger zum Preisgestalter: Wie der Handel mit KI Preise neu denkt
Wie KI und AI Agents das Pricing im Handel verändern: weg vom reinen Wettbewerbspreis hin zu kundenzentrierter, profitabler Preisgestaltung.
Lesen
15. September 2026
Wer die Herstellkosten nicht kennt, kann den Preis nicht verantworten
Wer Herstellkosten nicht exakt kennt, kann Preise nicht fundiert steuern. Wie HK- und Pricing-Monitore Transparenz schaffen und Margen sichern.
Lesen
19. August 2026
Die gesamte Branche alkoholischer Getränke unter Druck: Die Alkoholsteuer als Brandbeschleuniger des Strukturwandels
Die geplante Alkoholsteuer erhöht den Druck auf Hersteller. Warum jetzt Transformation, neue Portfolios und effizientere Strukturen entscheidend werden.
Lesen