Skalierung von Best Practices über Werke, Geschäftsbereiche und Regionen hinweg

Für Unternehmen mit mehreren Standorten ist die Einführung von Best-Practice-Standards sowie der standort- und regionsübergreifende Austausch von Know-how ein äußerst wirksamer Hebel, um operative Exzellenz zu erreichen und langfristig zu sichern.
Obwohl die Bedeutung dieses Ziels allgemein anerkannt ist, zeigt unsere Projekterfahrung, dass viele Unternehmen das Potenzial ihrer Best-Practice-Initiativen nicht vollständig ausschöpfen oder die erzielten Verbesserungen nicht nachhaltig verankern. Die Ursachen liegen meist in einer begrenzten Zahl wiederkehrender Herausforderungen. Die zugrunde liegenden Gründe hängen in der Regel mit einer begrenzten Anzahl immer wiederkehrender Herausforderungen zusammen.
Typische Fragen und Herausforderungen, die in unseren Projekten auftreten:
- Wie lassen sich Best-Practices identifizieren, bewerten und vereinbaren? Was muss verbessert werden, wie sollte dies gemessen werden und welche Vorteile lassen sich durch die Umsetzung realistisch erzielen?
- In operativen Bereichen wie der Produktion oder der Instandhaltung bestehen zwischen den einzelnen Werken oft erhebliche Unterschiede hinsichtlich Größe, Komplexität und Leistungsniveau. Eine einfache Übertragung oder ein „Einheitsansatz“ funktioniert in der Praxis selten.
- Wie können Unternehmen das richtige Gleichgewicht zwischen globaler Standardisierung und der notwendigen lokalen Flexibilität finden?
- Wie lassen sich die Einhaltung der Vorgaben, der Umsetzungsfortschritt und die Wertschöpfung transparent machen? Wie lassen sich standortübergreifende Zusammenarbeit und nachhaltige Synergien sicherstellen?
- Wie können lokale Akteure in der Identifizierungs- und Entwicklungsphase aktiv einbezogen und eingebunden werden? Was schafft den „Anreiz“ für einzelne Werke, bewährte Verfahren einzuführen?
Das H&C-Assessment- und Implementierungsframework
Der Ansatz von Horn & Company geht auf die oben beschriebenen Herausforderungen ein und liefert Lösungsansätze. Um den aktuellen Einsatz von Best Practices zu bewerten, deren Umsetzung zu stärken und ungenutztes Leistungspotenzial freizusetzen, empfehlen wir die folgenden wesentlichen Schritte: Durchführung einer übergreifenden Bewertung der operativen Leistung an allen Standorten und Vergleich der Ergebnisse mit relevanten internen und externen Referenzwerten. Zu den wichtigsten Aktivitäten gehören: Auswertung der Top-Down-Leistungsanalyse und des Benchmarkings sowie Ermittlung der wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Werken. Gruppierung der Werke in Cluster anhand von Betriebsgröße, Reifegrad und Leistungsmerkmalen. Ziel ist es, Cluster von Werken zu bilden, die in ähnlichen Leistungsbereichen operieren und daher vergleichbare Prozesse, Herausforderungen und Verbesserungshebel aufweisen. In vielen Fällen bieten neun Cluster ein angemessenes Maß an Differenzierung. Führen Sie anhand der Ergebnisse der Top-down-Bewertungen gezielte Analysen in ausgewählten Schwerpunktbereichen durch. Beispiele hierfür sind: Die detaillierten H&C-Best-Practice-Leitlinien zu Prozessen, Werkzeugen und organisatorischen Strukturen für alle Schlüsselbereiche des Instandhaltungsbetriebs helfen dabei, Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren, und können dazu genutzt werden, die detaillierten Empfehlungen dazu, wie und welche Praktiken verbessert werden sollten, zu ergänzen oder zu erweitern. Führen Sie gemeinsam mit den lokalen Teams vor Ort gezielte Bewertungen durch, um die Ergebnisse zu validieren, zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und das Engagement der Organisation zu stärken. Zu den typischen Aktivitäten gehören: In der Regel sollte innerhalb jedes Clusters mindestens eine Reifegradbewertung durchgeführt werden, um Transparenz hinsichtlich der Organisationsstrukturen, Prozesse, Instrumente und Arbeitsmethoden zu schaffen, die die in der Top-down-Analyse festgestellte Leistung beeinflussen. Diese Bottom-up-Perspektive bestätigt die identifizierten Verbesserungsmöglichkeiten und unterstützt die Festlegung realistischer Einsparungsziele und Umsetzungszeitpläne. Der Umsetzungsplan sollte auf die Ergebnisse der vorangegangenen Phasen zugeschnitten sein. Neben den identifizierten Verbesserungsmöglichkeiten zeigt unsere Projekterfahrung immer wieder, wie wichtig es ist, das gesamte Instandhaltungssystem zu stärken und die folgenden entscheidenden Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren zu schaffen:1. Top-Down Performance Analyse und Benchmarking
2. Gruppierung der Werke in Cluster
3. Tiefgreifende Analysen und Ergänzung durch Best-Practice-Verfahren von H&C
4. Bottom-up-Validierung und Potenzialbewertung
5. Umsetzungsplanung und Vorbereitung
Diese Maßnahmen verdeutlichen zugleich die Notwendigkeit und den Nutzen des standortübergreifenden Austauschs von Best Practices. Durch den sichtbaren Mehrwert für die einzelnen Werke entsteht eine eigenständige Nachfrage nach der Umsetzung („Pull-Effekt“).
Die Verankerung der Verbesserungen als neue Arbeitsweise fördern
Um den Gesamterfolg sicherzustellen und eine Instandhaltung nach Best-Practice-Standards zu erreichen und aufrechtzuerhalten, müssen im Rahmen der Transformation von Beginn an drei übergeordnete Hebel berücksichtigt werden.
Das Managementsystem
- Sicherstellung der Ausrichtung an den übergeordneten Geschäftstreibern und Unternehmenszielen
- Aufzeigen des Transformationspotenzials (Anlagenstillstände und Instandhaltungskosten)
- Etablierung übergeordneter Instandhaltungs-KPIs und Integration in den Zielsetzungsprozess des Managements
Die Unternehmenskultur (soziales System)
- Einbindung aller Mitarbeiterebenen
- Aufbau zentraler und dezentraler Ressourcen
- Schulungen mit einem praxisorientierten („Hands-on“-)Ansatz zur Erzielung schneller erster Erfolge
- Nutzung von „Leuchtturm“-Assessments und -Implementierungen, um den Nutzen sichtbar zu machen und Best Practices zu verbreiten
Das Instandhaltungssystem
- Entwicklung eines Werkzeugkastens mit leicht umsetzbaren Standardlösungen („Blueprints“) für Prozesse, Werkzeuge und Systeme (für jeden Verbesserungsbereich)
- Erstellung von Schulungsunterlagen und Standards für technische Best Practices (Checklisten, Instandhaltungspläne, Stillstandspläne usw.)
- Implementierung von IT-Systemen zur Unterstützung des Austauschs und der Verbreitung von Best Practices
Fazit und Empfehlungen
Die Umsetzung und konsequente Nutzung des erheblichen Potenzials gemeinsamer Standards und Best Practices ist grundsätzlich nicht kompliziert. Der Erfolg setzt jedoch ein klar strukturiertes Rahmenwerk, eine disziplinierte Umsetzung sowie einen erheblichen Implementierungsaufwand voraus. Ob erste Gedanken oder konkrete Pläne – wir hören zu, fragen nach und entwickeln gemeinsam weiter. In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir, wo Sie stehen und wie wir Sie unterstützen können.Kontaktieren Sie uns jetzt



