GeldvermögensNavigator: Marktpotenziale bei Privat- und Firmenkunden planen

VonJens Keller
Lesedauer: 3 MinutenBanken, Artikel
Überblick
Ihr Marktpotenzial. Datenbasiert. Regional. Zukunftssicher.

Banken und Sparkassen stehen bei der Einschätzung ihres regionalen Marktpotenzials häufig vor einer unvollständigen Datenlage. Der GeldvermögensNavigator schließt diese Lücke – mit einer anbieterunabhängigen, KI-gestützten Lösung auf Basis der Deutschen Bundesbank.

Wie groß ist Ihr Marktpotenzial – und was ist realistisch erreichbar?

In der Praxis wird diese Frage häufig nur teilweise beantwortet: mit historischen Ist-Werten, pauschalen Wachstumsannahmen oder produktspezifischen Marktstudien einzelner Anbieter. Das reicht oft nicht aus. Denn Geldvermögensbildung ist volatil, regional unterschiedlich ausgeprägt und verschiebt sich im Zeitverlauf zwischen Anlageklassen.

Genau hier setzt unser GeldvermögensNavigator an. Das Dashboard basiert auf Daten aus dem Meldewesen der Deutschen Bundesbank und verbindet diese mit regionaler Marktlogik und KI-gestützten Prognosen. Dadurch entsteht eine anbieterunabhängige, fundierte Grundlage für Planung, Vertriebssteuerung und strategische Entscheidungen. So erhalten Institute eine belastbare Sicht auf Marktanteile, Marktpotenziale und künftige Entwicklungen – differenziert nach Regionen, Zeiträumen und Anlageklassen.

Was der GeldvermögensNavigator leistet

Der GeldvermögensNavigator unterstützt Institute insbesondere in vier Dimensionen:

  1. Transparenz über historische Entwicklungen
    Das Dashboard schafft einen faktenbasierten Überblick über die Entwicklung der Geldvermögensbildung und ihre Volatilität (siehe Abbildung 1). Zentrale Anlageklassen wie Einlagen, Wertpapiere, kapitalbildende Versicherungen und Kredit können dabei differenziert betrachtet werden.
  2. Prognosen zukünftiger Geldvermögensbildung
    Auf Basis makroökonomischer Einflussgrößen, regionaler Strukturen und KI-gestützter Analytik lassen sich zukünftige Entwicklungen der Geldvermögensbildung prognostizieren – auch für einzelne Anlageklassen und mit Blick auf unterschiedliche Zeithorizonte (siehe Abbildung 2).
  3. Regionale Einordnung bis in das Geschäftsgebiet
    Bundesweite Entwicklungen werden methodisch robust auf Regionen heruntergebrochen (siehe Abbildung 3). Dadurch werden regionale Unterschiede sichtbar und Marktpotenziale im eigenen Geschäftsgebiet besser greifbar.
  4. Ableitung strategischer Planungsgrößen
    Die Prognosen können mit den individuellen Marktanteilen eines Instituts verknüpft werden. So lassen sich aus allgemeinen Marktbewegungen konkrete, regional differenzierte Zielgrößen für Planung und Vertriebssteuerung ableiten.
Abbildung 1: Überblickseite zur Analyse historischer Entwicklungen
Abbildung 1: Überblickseite zur Analyse historischer Entwicklungen
Abbildung 2: Prognoseseite zur Ableitung zukünftiger Geldvermögensbildung
Abbildung 2: Prognoseseite zur Ableitung zukünftiger Geldvermögensbildung
Abbildung 3: Geo-Analyse zum Herunterbrechen auf Regionen
Abbildung 3: Geo-Analyse zum Herunterbrechen auf Regionen

Warum das relevant ist

Viele Institute stehen vor derselben Herausforderung: Sie müssen Ambitionsniveaus für das Neugeschäft festlegen, obwohl sich das Kundenverhalten nicht linear entwickelt.

Kunden allokieren ihr Geld nicht jedes Jahr nach demselben Muster. In einzelnen Perioden fließen Mittel verstärkt in Einlagen, in anderen eher in Wertpapiere oder Versicherungsprodukte. Gleichzeitig unterscheiden sich die Marktpotenziale regional teils deutlich. Wer hier nur mit Vorjahreswerten oder pauschalen Wachstumsraten arbeitet, läuft Gefahr, Potenziale falsch einzuschätzen und Planungsabweichungen zu produzieren.

Der GeldvermögensNavigator liefert dafür eine belastbarere Grundlage.

Typische Use Cases in Banken und Sparkassen

Der Einsatz ist insbesondere in drei Fragestellungen interessant:

Transparenz über Marktposition und regionale Marktanteile

Der GeldvermögensNavigator macht die aktuelle Marktposition eines Instituts über relevante Anlageklassen hinweg transparent und zeigt regionale Unterschiede – etwa bis auf Kreisebene – auf. So entsteht ein belastbares Bild der eigenen Ausgangslage als Grundlage für strategische Einordnung und faktenbasierte Planung.

Plausibilisierung von Neugeschäftsambitionen

Das Dashboard unterstützt dabei, realistische Ambitionsniveaus für das Neugeschäft aus erwarteten Marktentwicklungen statt nur aus Vergangenheitswerten abzuleiten. Dadurch lassen sich Top-down-Ziele fundierter validieren und mit den Planungen der Geschäftsfelder besser zusammenführen.

Gezielte Impulse für Vertriebssteuerung und Maßnahmenplanung

Die regionale und produktbezogene Differenzierung schafft eine fundierte Basis, um Vertriebsmaßnahmen, Pricing-Impulse und Budgeteinsatz gezielter auszurichten. Priorisiert werden kann dort, wo das größte Marktpotenzial oder die deutlichsten Abweichungen zur eigenen Position sichtbar werden.

Fazit

Der GeldvermögensNavigator schafft eine fundierte Grundlage für Planung und Vertriebssteuerung, mit der Institute Marktentwicklungen besser verstehen, regionale Potenziale systematisch bewerten und Planungsgrößen fundierter ableiten können. Der wiederkehrende Einsatz stärkt die Akzeptanz bei relevanten Stakeholdern und macht Besonderheiten von Geschäftsmodell und Geschäftsgebiet über die Zeit besser sichtbar. Für Banken und Sparkassen, die ihre Vertriebs- und Steuerungslogik weiterentwickeln wollen, kann das einen spürbaren Mehrwert schaffen.

Sie möchten mehr erfahren oder das Dashboard in einer Demo sehen? Dann sprechen Sie uns gern an.

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